Mit Homöopathie durch den Winter

Gerade in der kalten Jahreszeit werden Kinder und Erwachsene oft von Husten, Schnupfen und Fieber heimgesucht. Um die Beschwerden zu lindern, gibt es viele Möglichkeiten. Die sanfteste ist hierbei sicherlich die Homöopathie.

Der Begriff „Homöopathie“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „ähnliches Leiden“, das heißt Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt (similia similibus curentur).
Dies bedeutet: Eine Substanz, die beim Gesunden eine Reihe von Krankheitssymptomen hervorruft, kann einen kranken Menschen, der ähnliche Symptome aufweist, heilen.
Die Homöopathie betrachtet und behandelt den ganzen Menschen. Ausschlaggebend sind für sie die körperlichen, geistigen und seelischen Symptome des Kranken.

Das richtige Mittel
Folgende Fragen sind ausschlagebend bei der Mittelsuche:
•    Seit wann besteht die Krankheit?
•     Wo treten die Beschwerden auf?
•    Wie äußern sich die Symptome?
•    Was verbessert oder verschlechtert den Zustand? (die Modalitäten)
•    In welcher Weise hat sich das Allgemein-befinden verändert?
•    Was erscheint mir noch auffällig (Gelüste, Abneigungen, Bedürfnisse)?
Während der Einnahmezeit sollte man auf Präparate verzichten, die Kampfer, Pfefferminzöl, Menthol und Kamille enthalten. Sie können die heilende Wirkung der Tropfen oder Globuli aufheben.

Die richtige Dosierung
In akuten Fällen kann die Dosierung eines Mittels halbstündlich bis stündlich erfolgen, bis Besserung eintritt. Dann reduziert man die Dosierung auf drei, schließlich auf eine Gabe täglich.
Die Dosierung „1 bis 3 mal täglich“ bedeutet: die Globuli werden 10 Minuten vor dem Frühstück, Mittag- und/oder Abendessen unter die Zunge gelegt. Dort können sie sich langsam auflösen. Vorher sollte der Mund mit etwas Wasser ausgespült werden.
Stellt man bei akuten Beschwerden nach der 3. Einnahme (bei chronischen nach einer Woche) keinerlei Besserung fest, sollte man das Mittel absetzen. Dann kann man noch 1 bis 2 weitere Mittel in der jeweils angegebenen Dosierung anwenden oder sich an einen erfahrenen Homöopathen wenden.
Im Zweifelsfall suchen Sie bitte Ihren Hausarzt, Ihren Apotheker oder einen erfahrenen Homöopathen auf.

Komplexmittel
Unter Komplexmitteln versteht man in der Homöopathie Kombinationen verschiedener homöopathischer Arzneien in zumeist niedriger homöopathischer Verdünnung. Diese wurden für die Anwendung bei bestimmten Erkrankungen oder zu Stärkung einzelner Organe konzipiert und sind über längere Zeiträume hin anzuwenden.

Fieber
Bei Fieber ist es ratsam, erst einmal abzuwarten und die weitere Entwicklung zu beobachten.
Wenn das Fieber anhält und die beobachteten Symptome eindeutig einem Mittel zuzuordnen sind, dann gibt bzw. nimmt man dieses in der beschriebenen Weise.
Stellt sich nach 3-4 Gaben keine Besserung ein oder steigt das Fieber auf über 39,5 °C, nehmen Schmerzen drastisch zu oder das Allgemeinbefinden stark ab, sollte man sich unbedingt an den Behandler wenden.

Die wichtigsten Mittel und ihre Beschreibung:

Bei Fieber

  • Belladonna C6,  halbstündlich 3 Globuli
    Das Fieber entwickelt sich plötzlich, oft nachmittags. Der Betroffene hat keinen Appetit und fühlt sich müde. Nach dem Erwachen zeigen sich die für Belladonna typischen Symptome: ein hochrotes, glänzendes Gesicht mit weiten Pupillen; klopfende Kopfschmerzen; ein dampfig schwitzender Körper, der beim Aufdecken sofort friert und daher trotz der Hitze zugedeckt bleiben möchte. Hände und Füße erscheinen immer wieder kalt. Die Schleimhäute sind glühend rot, später auch dunkelrot und gefleckt. Die Hals- und Schläfenschlagadern pulsieren sichtbar.
    Alpträume, heftiges Auffahren aus dem Schlaf.
  • Aconitum C6,  halbstündlich 3 Globuli
    Nach kaltem Wind, plötzlicher Angst oder einem Schockerlebnis tritt ein stürmischer Fieberbeginn, mit Temperaturen von 40 ° C und mehr, meist kurz vor Mitternacht nach Frostschauern ein, nachdem der Kranke sich abends ohne Krankheitsanzeichen hingelegt hatte. Eine ängstliche Unruhe läßt ihn nur kurzzeitig schlafen. Das im Liegen rote Gesicht wird beim Aufsetzen blaß.
  • Ferrum phosphoricum C12,  stündlich 3 Globuli
    Das Fieber mit trockener Hitze entwickelt sich langsam auf Temperaturen um 39 ° C, meist ohne Katarrh und Frost wie auch ohne größere Beeinträchtigung der Allgemeinbefindens. Nach dem Schlafen ist die Gesichtsfarbe rot, ansonsten wechselt sie schnell. Nasenbluten.

Bei Grippalem Infekt

Grippale Infekte können Sie mit Hilfe der folgenden Mittel meist erfolgreich selbst behandeln. Leichte Kost und Saftfasten beschleunigen die Heilung.

  • Rhus toxicodendron C6,  3 mal täglich 5 Globuli
    Bei grippalen Infekten mit starken Muskel- und Gelenkschmerzen als Folge von Überanstrengung, Durchnässung oder Erkältung bei feuchtkaltem Wetter. Es besteht ein ausgeprägtes Schwächegefühl mit dem Bedürfnis sich hinzulegen, dann große Ruhelosigkeit wegen der Gliederschmerzen. Steifigkeit in der Frühe, in der Ruhe, bei Abkühlung.  Nesselsucht oder Herpes.
  • Gelsemium C6,  5 Globuli 3 mal täglich
    Bei sich langsam entwickelndem Fieber, meist im Frühjahr oder bei warmem Wetter als Folgen einer Unterkühlung. Nach 1 bis 2 Tagen kommen starke Kopf-, Rücken- und Gliederschmerzen hinzu. Frostschauer entlang der Wirbelsäule, Zähneklappern. Rotes, geschwollenes Gesicht, Benommenheit, Zittern und Schwindel. Halsschmerzen. Gefühl von Schwere und Zerschlagenheit. Verlangen nach hellem Licht. Abneigung gegen Bewegung und gegen
  • Eupatorium perfoliatum,  3 mal täglich 5 Globuli
    Bei Fieber mit Zerschlagenheitsgefühl am ganzen Körper und großer Schwäche. Starke Schmerzen der Beine und des Kopfes. Die Gelenke fühlen sich an wie verrenkt. Der Husten schmerzt derart, daß der Kranke sich den Brustkorb hält. Gesicht heiß und rot. Schmerzen im rechten Oberbauch. Vor dem Frost großer Durst auf kalte Getränke, nach dem Frost oft Erbrechen.

Autor: Michael Helfferich, Heilpraktiker & Homöopath

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