365 Tage im Jahr ist Muttertag

5 Wege, dich für alle Phasen zu wappnen und Deinen Rücken zu stärken

Mama zu sein ist ein Abenteuer, welches jede Frau anders erlebt. Während die eine Mutter ihr Kind allein erziehen muss, wird die andere von ihrem Nachwuchs auf emotionaler Ebene gefordert und wieder eine andere Mutter fühlt sich von dem Spagat zwischen Kind und Karriere unter Druck gesetzt.

Selbst wenn sich das Mama-Leben im Äußeren genau gleichen würde, empfinden zwei Frauen ein und dieselbe Belastung völlig unterschiedlich. Während die eine droht, unter der Last zusammenzubrechen und ernsthaft krank zu werden, sprüht die andere förmlich vor Lebensenergie und wächst an jeder Herausforderung.

Der Unterschied liegt in der individuellen Resilienz, der psychischen Widerstandskraft. Eine gesunde Resilienz hilft dabei, mit den Dauerbelastungen des modernen Mama-Daseins im Alltag klarzukommen.

Expertin, Coach und vierfache Mama Khloud Zaher-Iraqi kennt das selbst zu gut diese Themen begleiten sie jeden Tag. In ihrer eigenen Praxis coacht sie alles rund um diese Themen und verrät in einem Gastbeitrag, wie sie alles gemeistert hat und welche Wege man gehen kann.

1 Bewusstsein über die eigene Stärke entwickeln

Alles, was wir zum Meistern von Krisen brauchen, liegt bereits in uns. Wir besitzen von Natur aus einer Stärke, die es zu erkennen und zu entdecken gilt. Als Mutter von Kindern neigt man dazu, sich auf die Rolle der Versorgerin zu reduzieren – auf einmal sind andere Lebewesen da, die ohne uns schutzlos wären und auf tägliche sowie nächtliche Betreuung angewiesen sind. Man ist aber nicht nur Mutter, sondern auch Frau, also das stärkste Lebewesen auf diesem Planeten, das Kinder gebären und schier unmögliche Schmerzen aushalten kann. Und bei genau dieser Erkenntnis kann man ansetzen: Wir dürfen unsere innere Kraft erkennen und anzapfen, so oft wir sie brauchen. Es genügt manchmal einfach, sich bewusst zu machen, dass wir mehr sind als nur unsere Hülle oder unsere Aufgabe im Leben. Wir können mehr, halten mehr aus und erfüllen mehr Dinge, als wir müssten. Wenn das nicht eine ureigene Stärke ist…?

2 Nicht so viel auf andere hören

Insbesondere zum Mutter sein gibt es in unserer Gesellschaft und weltweit viele Vorurteile, Clichés und vorherrschende Meinungen. Nicht zuletzt deshalb sind Mütter permanent angreifbar: Bleiben sie zuhause und kümmern sich um die Kinder, haben sie keinen Ehrgeiz. Möchten sie nebenbei noch ihren geliebten Beruf verfolgen, sind sie Rabenmütter. Selbst im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis schlagen Müttern immer wieder “gut gemeinte Ratschläge” und persönliche Meinungen entgegen, die weh tun können, wenn man sie sich zu sehr zu Herzen nimmt. Daher gilt: Es tut gut, sich auf sich selbst zu konzentrieren und Dinge selbst zu entscheiden, anstatt viel auf andere zu hören. Als Frau hat es sich schon immer bewiesen, seinem Instinkt zu folgen und auf das eigene Bauchgefühl zu hören – unser Herz kennt immer den richtigen Weg und alles, was wir tun, muss nicht anderen gefallen, sondern lediglich uns und dem Wohl unserer Familie dienen.

3 Gezielt Alltags-Inseln schaffen

Mutter sein ist toll, aber auch anstrengend. Daher ist Urlaub vom Alltag unabdingbar, um langfristig bei der Strecke zu bleiben. Dieser muss nicht immer in Form von teuren Flügen in exotische Länder stattfinden, sondern kann auch ganz bequem in Form von kleinen, fest definierten Auszeiten im Alltag Form annehmen. Wichtig ist dabei, dass man währenddessen alles tut, außer sich um die Belange anderer zu kümmern. Die eigenen Bedürfnisse, Hobbys, Wünsche und Träume kommen jetzt zum Zug. Schön ist es, wenn man Zeit alleine genießt, um wirklich bei sich selbst ankommen zu können. Aber auch Zeit zu zweit mit dem Partner kann eine wundervolle Alltags-Insel sein. In diesem Fall empfiehlt es sich, nicht nur als Eltern aufeinander zu treffen, sondern als Liebespaar, das nach wie vor eine schöne Zeit zu zweit erleben möchte.

4 Resilienz trainieren

Widerstandskraft kann man trainieren und Stück für Stück aufbauen, ähnlich wie Muskeln im Fitnessstudio. Das Training dazu kann in Affirmationen und neuen Gewohnheiten stattfinden, die man fest in den Familienalltag integriert. Eine Dankbarkeitsübung am Morgen legt den Fokus beispielsweise selbst zu harten Zeiten auf die positiven Aspekte im Leben und macht es Tag für Tag immer leichter, Herausforderungen frohen Mutes anzugehen. Auch hilft der Austausch mit anderen Menschen, widerstandsfähiger zu werden. Dank der Kraft des Sprichworts “Geteiltes Leid ist halbes Leid” dürfen Mütter erfahren, wie gut es tut, sich mit anderen Frauen in ähnlichen Situationen zusammenzutun und dabei vielleicht sogar Freundschaften aufzubauen. Intensive, zwischenmenschliche Beziehungen verankern uns im Leben und Geben uns Rückhalt für schwere Zeiten.

5 Akzeptanz lernen

Dieser Punkt ist vermutlich der schwierigste, aber auch wahrscheinlich wichtigste Aspekt des Aufbaus einer gesunden Resilienz. Akzeptanz zu lernen bedeutet, sich nicht gegen Dinge und Ereignisse zu sträuben, selbst wenn sie uns missfallen. Natürlich ist es nicht schön, wenn das eigene Kind beispielsweise unter einer starken Allergie leidet. Allerdings können wir es nicht ändern, nur unserem Kind helfen, damit umzugehen und es best

Khloud Zaher-Iraqi

möglich mit allen Mitteln unterstützen. Dieser Schritt fällt leichter, wenn man das negative Ereignis annimmt und als gegeben akzeptiert, anstatt innerlich dagegen anzukämpfen. Wir sind viel widerstandsfähiger, wenn wir unsere Energie und den Fokus auf diejenigen Dinge richten, die wir aktiv ändern können.

Ein Fazit

Resilienz ist manchen Menschen angeboren, kann aber auch gezielt aufgebaut und anschließend fortlaufend gestärkt werden. Dass es als Mutter starke Nerven braucht, steht außer Frage – diese bekommt man, wenn man sich nicht nur auf die Mutterrolle reduzieren lässt, schöne Glücksmomente für sich und mit anderen genießt und gezielt trainiert, stark zu sein und aus jedem Tag das Beste zu machen. Müsste man Resilienz in einem Satz zusammenfassen, könnte man es mit einem Poesie-Spruch tun: “Hab Sonne im Herzen, dann komme, was mag, sie leuchtet voll Liebe dir den dunkelsten Tag.” Jede Mutter kann ihn auf individuelle Art und Weise in ihren Alltag transportieren und ungetrübt umsetzen.

https://khloud-zaheriraqi.de

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