Das Spektakel am Nachhimmel sollte man nicht verpassen

Anders als bei einer Sonnenfinsternis ist bei einer Mondfinsternis kein spezielles Equipment wie z.B. eine Filtersonnenbrille, welche die Augen schützt, vonnöten. Zudem erscheint die Mondfinsternis in ihrem ganzen Auftreten weniger kapriziös als eine Sonnenfinsternis.

Aber was versteht man genau unter einer Mondfinsternis? Wie oft dürfen wir Zeuge von solch einem Himmelsspektakel  werden? Und wie kann man eine solche am besten beobachten?

Eine Mondfinsternis ist ein relativ seltenes Schauspiel. Grundvoraussetzung dafür ist eine Vollmondsituation, wenn der Mond – von der Sonne aus gesehen – hinter der Erde vorbeizieht, wie er es alle vier Wochen macht. Meist zieht er dabei etwas ober- oder unterhalb der Achse Sonne-Erde vorbei und wird deshalb voll von der Sonne angestrahlt, was wir als einen leuchtenden Vollmond wahrnehmen.

Wenn jedoch die Mondbahn zum Vollmond-Zeitpunkt die Erdbahn kreuzt, liegen Sonne, Erde und Mond genau auf einer Achse und der Vollmond gerät in den Schatten der Erde.

Die letzte totale Mondfinsternis war in Deutschland am 28.9.2015 zu bewundern. Partielle Mondfinsternisse entstehen häufiger, da hierzu, anders als bei der totalen Variante, nur Teile des Mondes in den Kernschatten der Erde treten müssen. Bei einer totalen Mondfinsternis dagegen taucht die gesamte Mondscheibe in den Kernschatten der Erde ein.

Solch ein Superlativ erwartet uns nun am Freitag, den 27.7.2018. Und diese Mondfinsternis hat ihr Auftreten wirklich perfekt getimt. Gibt es einen besseren Zeitpunkt als den Freitagabend vor den lang ersehnten Sommerferien? An diesem Abend wird der Riesen-Sommer-Vollmond aufgehen, um kurz danach glutrot zu werden. Und um noch eins drauf zu setzen, ist dieses Himmelsspektakel die längste Mondfinsternis des gesamten 21. Jahrhunderts. Von 21.30 – 23.15 Uhr werden wir uns an dem Glutmond erfreuen können, natürlich nur unter der (hoffentlich gegebenen) Voraussetzung eines wolkenlosen Himmels.

Sie wollen dieses einmalige Ereignis für Ihre Kinder, die um diese Zeit  bereits schlafen, auf Fotos verewigen? Kein Problem. Im Gegensatz zu einer Sonnenfinsternis lässt sich ihr nächtliches Pendant recht gut auch mit einer ganz gewöhnlichen Digitalkamera oder auch dem Handy fotografieren. Hierbei ist es auf jeden Fall wichtig, dass Sie Zeit und Geduld mitbringen und im Idealfall den optimalen Standort (je höher, desto besser), Blickrichtung und Einstellungen der Kamera für gelungene Aufnahmen schon am Abend vor der Mondfinsternis austesten. Dabei müssen Sie einzig beachten, dass sich der Mond am Abend vor dem singulären Event etwa 50 Minuten früher dort befindet als wo am 27.7. dann die totale Mondfinsternis zu bestaunen sein wird.

Und auch wer astronomisch nicht sonderlich interessiert ist, sollte sich den 27.7. schon mal fest in den Kalender eintragen. Ist er doch perfekt geeignet für ein romantisches Abendessen, einem Heiratsantrag, eine Party unter dem Motto „Full-Red-Moon“ oder auch das Finden zu sich selbst bei einer Beleuchtung, wie sie nur Mutter Natur bieten kann.

honey-df